Hermann Pratz mischt Futter für sein Federvieh selbst
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Eier aus eigener Hühnerhaltung

Der Nebenerwerbslandwirt Hermann Pratz mischt das Futter für sein Federvieh selbst

pratzDie Eier sind alle gescannt. „So will es eine Verordnung, die seit dem 1. Januar in Kraft ist", sagt Hermann Pratz, nimmt eines der braunen Eier der Güte-Klasse A von der Palette und verweist auf den blauen Aufdruck. Die Eier, die der Nebenerwerbslandwirt jeden Samstag auf dem Lauterer Wochenmarkt anbietet, stammen aus der eigenen Hühnerhaltung. Diese betreibt er auf seinem Anwesen in Bennhausen am Fuß des Donnersbergs.

Seine Hühner der Sorte „Tetra" hält er in Bodenhaltung. Das sei im Vergleich zu großen Hühnerfarmen mit 100.000 Tieren eine überschaubare Zahl. In drei Gruppen hält er das Federvieh. „Jede Gruppe verfügt über eine Kotgrube und einen Scharrraum." Ergänzt werden die Lebensräume der Tiere durch Wintergärten. Das Futter für die Hühner mischt Hermann Pratz selbst. Die Mischung besteht aus Weizen, Sojaschrot, Luzerner Grünmehl, aus kohlensaurem Kalk, Mineralstoffen und Pflanzenöl gegen Staubbildung. Von synthetischen Dotterfärbemittel hält er nichts.

Der Landwirt im Nebenerwerb bevorzugt braune Hühner, weil sie ruhiger und weniger schreckhaft sind als weiße. Die Tagesproduktion besteht aus 600 Eiern. Die Hühner schlachten sei nicht sein Ding. Die gibt er lieber Leuten, die sie gerne selbst schlachten und als Suppenhühner verwenden. Die Junghennen kauft er mit 19 Wochen. „Ab der 24. Woche beginnen sie zu legen." Die etwas kleineren Junghenneneier taxiert Hermann Pratz „sieben Stück zu 50 Cent".

Bescheiden wie sein Kernsortiment, ist das Randsortiment. Dazu zählen beispielsweise Nudeln, die er bei einem Nudelmacher in Landstuhl mit eigenen Eiern herstellen lässt. In Zellophantüten verpackt bietet er Suppennudeln, breite Nudeln und Spätzle an. Weiter gehören Hausmacher Blut- und Leberwurst in Dosen von der „Klostermühle" in Münchweiler zum Randsortiment, „beste hausgemachte Marmelade" und Bio-Land Honig vom „Horterhof". Für Liebhaber kaltgepressten Öls hält er Rapsöl bereit. Zum Betrieb gehören zweieinhalb Hektar Ackerland und eine Streuobstfläche von drei Morgen. Von der letzten Ernte ist Hermann Pratz nur noch Restbestand an Birnen und Äpfeln geblieben. Um sein Sortiment abzurunden, hat er Apfelsorten wie „Idared", „Pinova" und „Fuji" zugekauft. Eine Kiste mit Zwiebeln, Karotten und Kartoffeln, die er von einem Landwirt im Nachbarort bezieht, komplettieren das kleine Angebot. Mit drei Metern gehört der Verkaufsstand von Hermann Pratz zu den kleineren Ständen auf dem Lauterer Wochenmarkt. Weil er Spaß am Marktgeschehen hat, gerne unter Leuten ist und seine Produkte selbst verkauft, steht der Agraringenieur seit 1989 jeden Samstag auf dem Markt. Hauptberuflich berät er bei der Landwirtschaftskammer in Kaiserslautern Landwirte in betriebswirtschaftlichen Angelegenheiten. Weil es ein Teilzeitjob sei, habe er ausreichend Zeit, seinem Hobby, der Landwirtschaft nachzugehen.

 

 

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